Der Titel trifft das Gefühl das dieser Ort vermittelt sehr gut. Die kleine Gemeinde, die unmittelbar am Lago di Lugano liegt, ist bei Touristen weniger bekannt als die Städte Lugano und Locarno, was dem Ferienort noch mehr Charme verleiht. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das türkise Wasser, die vielen Blumen und die bunten Häuser, die mich stark an Italien erinnern. Zudem war der Ausblick aus dem Hotelzimmer ein Traum. Man sah direkt auf den See herunter, welcher ca. 5 Meter Luftlinie entfernt lag. Morcote ist für mich eine kleine Wohlfühloase und ein Urlaub den ich nie vergessen werde, da es der erste gemeinsame Urlaub mit meinem Freund war. Nachfolgend findest du einige sehenswerte Tipps die meinen Urlaub unvergesslich gemacht haben.
Restauranttipp Nr. 1
Gerade angekommen und etwas müde von der langen Zugfahrt, suchten wir mitten am Nachmittag ein Restaurant welches noch Mittagmenues serviert. Das war gar nicht so leicht. Fündig wurden mir bei dem Restaurant Osteria la Terraza sul Lago, welches "auf" dem Wasser war. Es ist quasi eine Terrasse über das Ufer hinweg gebaut. Unter dem Boden war das Wasser. Der Ausblick war dementsprechend toll den man während dem ganzen Essen hatte und die Pizza die ich probiert habe war auch sehr lecker. In Morcote gibt es mehrere Restaurants die an der Uferpromenade in dieser Art über dem Wasser gebaut sind.

Für die warmen Tage gibt es in Morcote ein öffentliches Badefloss. Unser Hotel, Albergo-Ristorante della Posta, hatte ein eigenes Badefloss mit Liegestühlen für die Hotelgäste, welches man nach einem Fussmarsch von etwa 5 Minuten erreichte. Trotz Hochsaison, hatten wir dieses fast immer für uns alleine. :)
Ausflug mit Publibikes
Da Morcote relativ klein und überschaubar ist, sind wir an einem Abend mit dem öV nach Lugano gefahren um eine grössere Auswahl an Restaurants zu haben. Am Abend ist dort einfach mehr los und es gibt auch eine Strandpromenade mit "Lädeli" wo man gemütlich schlendern kann. Für den Rückweg von Lugano-Morcote haben wir uns Publibikes gemietet, die es dort wirklich an jeder Ecke zu finden gibt. Die Bikes kann man danach ganz bequem in Morcote abstellen und in der App die Fahrt beenden. Die Strecke ist nicht besonders herausfordernd, aber auf jedenfall ein Erlebnis.
Natürlich sollte man darauf achten, dass das Fahrrad am Abend mit Licht ausgestattet ist. Was sowieso selbstverständlich sein sollte, ist auf dieser Strecke bei Dunkelheit besonders wichtig. Die Strassenbeleuchtung ist auf vielen Teilen der Fahrt nicht besonders gut.

Santa Maria del Sasso
Wer sich für geschichtliches begeistert, der kommt in Morcote auch nicht zu kurz. Direkt vom Zentrum in Morcote führt eine lange Treppe nach oben zu der Kirche Santa Maria del Sasso. Direkt bei der Kirche befindet sich auch ein schöner Garten. Die Aussicht von dort oben ist traumhaft. Wir waren nach dem Abendessen bei der Kirche oben. In der Dunkelheit sieht man besonders schön die Lichter des nächsten italienischen Ortes auf der anderen Seeseite.

Restauranttipp Nr. 2
Für unseren letzten Abend in Morcote haben wir uns ein ganz besonderes Restaurant aufgehoben. Das Grotto del Parco. Wenn man im Tessin ist, sollte man die Chance nicht verpassen in einem Grotto zu essen, denn dort findet man fast ausschliesslich regionale Küche. Da sich das von uns gewählte Grotto an einem Hang befindet, hat man von dort oben einen einzigartigen Ausblick auf den Luganersee. Das Essen war seeehr lecker. Die Ravioli und auch die Pizza dort sind eine grosse Empfehlung.

Als Fazit kann ich sagen, dass sich Morcote als Reiseziel lohnt, wenn man etwas runterkommen möchte. Die bunten Häuser mit dem Türkis-blauen See und den grossflächigen Wäldern rundherum machen die Besonderheit dieses Ortes aus, genauso wie das gute Essen. Die Gemeinde ist sehr überschaubar. Ein Auto kann sich lohnen, wenn man von Morcote aus andere Orte in der Gegend erkunden möchte.
